Ulmer Höh‘ Süd

Wohnungsbauprojekt mit 195 Wohneinheiten nach gewonnenem Wettbewerbsverfahren (1. Preis)

Das Wohnungsbauprojekt „Ulmer Höh‘ Süd“ befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt „Ulmer Höh’“ im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf, südlich der Ulmenstraße. Es handelt sich um ein Stadtquartier, das auf einem Wettbewerbsgewinn von Damrau Kusserow Architekten basiert neben DKA auch von 3pass, Molestina Architekten und Astoc realisiert wurde.

Das Quartier orientiert sich an der bestehenden Blockrandstruktur der Umgebung und integriert sich harmonisch in das heterogene Stadtbild aus Gründerzeit- und Nachkriegsbebauung. Zwei zentrale Raumachsen – eine Nord-Süd- und eine Ost-West-Achse – strukturieren das Areal. Entlang dieser Achsen befinden sich markante Baukörper, die sowohl Orientierung als auch Aufenthaltsqualität bieten. Die Gebäudehöhen variieren zwischen vier und fünf Geschossen und greifen damit die Maßstäblichkeit der Nachbarschaft auf.

Insgesamt wurden 195 Wohneinheiten in sechs Mehrfamilienhäusern realisiert. Davon entfallen jeweils 20% auf geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau, was eine soziale Durchmischung im Quartier sicherstellt. Ergänzt wird das Angebot durch eine Kindertagesstätte, die auch über eine eigene Spielfläche verfügt.

Das Freiraumkonzept stammt von clubL94 Landschaftsarchitekten. Das Quartier zeichnet sich durch großzügige Grünflächen, geschützte Innenhöfe und Spielbereiche aus. Die meisten Wohnungen verfügen über Balkone mit Blick in die begrünten Blockinnenbereiche. Fahrrad- und Kinderwagenabstellplätze sowie zwei Tiefgaragen mit zahlreichen Stellplätzen sorgen für eine hohe Funktionalität und Mobilitätsfreundlichkeit.

DKA wurden im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren mit der Realisierung eines Quartiersblocks beauftragt. Entsprechend unseres Konzeptes aus dem Wettbewerbsverfahren, bildet das Gebäude einen 6-geschossigen Auftakt an der Ulmenstraße aus und entwickelt die Blockrandstruktur entlang der Haupterschließung des Planungsgebiets weiter. Das Gebäude umfasst 58 Wohneinheiten und eine Tiefgarage. Entsprechend der Heterogenität der Stadt werden die geplanten Blockrandsegmente in Einzelbaukörper differenziert, die auch in ihrer äußeren Erscheinung als einzelne Häuser ablesbar bleiben.

Die Ausdifferenzierung in Einzelbaukörper unterliegt einem gemeinsamen Gestaltungskanon, der in der äußeren Erscheinung durch Materialität, Rhythmus und Plastizität der Fassaden- und Baukörperausformulierung zum Ausdruck kommt. Es werden zwei Haustypen angeboten: der Balkontyp und der Loggiatyp. Alle Erdgeschosswohnungen sind als Hochparterrewohnungen ausgebildet und gewährleisten so eine hohe Wohnqualität auch im Erdgeschoss.